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›› Detensor®-Liegeorthese® 5% nach Kienlein® zur passiven Langzeittraktionsbehandlung
   der Wirbelsäule.

1. Bandscheiben
Das Strecken der Wirbelsäule wird schon seit dem Altertum bei Bandscheibenbeschwerden eingesetzt.
Die Bandscheiben benötigen den Wechsel zwischen Druck und Zug um Flüssigkeit aufzunehmen bzw. abzugeben. Aus den Erkenntnissen über die Biomechanik der Wirbelsäule lässt sich ableiten, dass es
entscheidend für den Flüssigkeitsaustausch ist, dass die Traktion nicht kurzzeitig, sondern über einen
längeren Zeitraum auf die gesamte Wirbelsäule einwirken kann, denn die Bandscheiben können nur langsam Flüssigkeit aufnehmen.

Die auf den Liegeorthesen® erzielte Streckung (Entlastung) unterstützt den sog. Pumpmechanismus der für
den Flüssigkeitsaustausch in den Bandscheiben notwendig ist.
Besonders bei einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) bzw. einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) wird die Liegeorthese 5% in Kombination mit der Liegeorthese 18% eingesetzt.

2. Hexenschuss und Ischias
Halten Muskelverhärtungen länger an können sie starke Schmerzen (Hexenschuss) auslösen und es kommt dadurch zu Bewegungseinschränkungen.
Die Streckung durch die Liegeorthesen verbessert durch die Normalisierung der Zwischenwirbelräume die Durchblutung der Gefäße. Dadurch wird der direkte Kontakt der Bandscheibe mit den Nervenwurzeln innerhalb
des Bewegungssegmentes verhindert.
Die ebenfalls entstehende Druckentlastung vermindert einen Verschleiß der Wirbelgelenke.


3. Andere Rückenerkrankungen

Berichte über positive Ergebnisse in der kombinierten Anwendung von Liegeorthese 5% und 18% liegen vor
bei: Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen (Osteoporose, Bandscheibenprotrusion, Bandscheibenvorfall, etc.), Wirbelsäulenverletzungen (Wirbelfrakturen, Wirbelsäulenprellungen), Fehlbildungen und Fehlformen der Wirbelsäule (enger Spinalkanal, Spondylolistesis, Skoliose, Morbus Bechterew, Morbus Scheuermann etc.) Rumpfmuskelinsuffiziens, Wirbelsäulenmetastasen, um nur einige Beispiele zu nennen.


4. Dekubitus

Die Liegeorthese® 5% wird wegen ihrer optimalen Druckverteilung erfolgreich bei der Vermeidung von
Dekubitus in Krankenhäusern, Rehazentren, Sanatorien und im privaten Bereich angewendet eingesetzt.

Erkenntnisse
Die Auswirkungen der Traktion auf den gesamten Organismus des menschlichen Körpers sind nicht erst seit Hippokrates bekannt. Ein entspannter Körper kann die Selbstheilungs- kräfte schneller aktivieren und verkürzt somit unter anderem die Zeit des Rückenleidens.

Von sachkundigen Ärzten wurde uns berichtet, dass mehr als 80 % der behandelten Patienten eine ganz entscheidende, im Laufe der Behandlung kontinuierlich zunehmende und anhaltende Besserung ihrer Rückenleiden angegeben haben.
In erster Linie ist das Detensor® Therapie-System (Liegeorthese 5% in Kombination mit der Liegeorthese 18%) zur Traktion der Wirbelsäule gedacht, jedoch sind beim täglichen Einsatz seit 1978 sehr positive „Nebenwirkungen“ bekannt geworden.
Die Lamellen erzeugen nicht nur die Traktionskraft, sondern führen zu einer Bindegewebsmassage, einer Verbesserung der körperorganeigenen Schwingung und der Biomechanik, tieferem Schlaf sowie zur
Aktivierung des Lymphflusses und des Nebennierensystemes, um nur Einige zu nennen. Durch die
ungewöhnlich hohe Punkt- elastizität kann die Durchblutung der Haut verbessert werden.
Das Anwendungsgebiet ist nicht eingeschränkt. Eine Überstreckung der Wirbelsäule ist nicht möglich.
Durch diese Erfahrungen und die daraus resultierenden Ergebnisse hat die Langzeit- Traktions-Therapie
ihren festen Platz in der Behandlung der Rückenleiden gefunden.


Darauf sollten Sie achten:

Bedingt durch die 3-Schichtkombination der Liegeorthese® 5% variiert die Streckung je nach Festigkeit
des Unterbaus. Ist bereits ein Lattenrost vorhanden, so sollte dieser auf „hart“ eingestellt werden oder
in geeigneter Weise (Einlage von Brettern) verstärkt werden.

Eingewöhungssprobleme können reduziert werden
wenn der Lattenrost „weicher“ eingestellt wird
(verringerte Streckwirkung) bzw. in der Anfangszeit der Lagerung vorerst keine Bretter zur Verstärkung
benutzt werden. Bewährt hat sich auch die Einlage von 2 cm dicken und 10-15 cm breiten Brettern aus Holz, welche mit einem Abstand, d.h. Zwischen­raum, von 2-3 cm liegen.



Skizze Liegeorthese 5%